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Demenzbuch “Komm her, wo soll ich hin?” zeigt neue Perspektiven für unsere Gesellschaft

Mit allgemeinem Jammern und Lamentieren kommen wir beim Thema Demenz nicht weiter. Das haben sich auch die Menschen gesagt, die längst schon selbst aktiv geworden sind: Wie Pioniere suchen sie derzeit ganz neue Wege, um die Welt der Alten(pflege) und die Situation der Demenzkranken zu verbessern. Es sind erstaunlich viele, die anpacken – sie bringen Initiativen auf den Weg oder erarbeiten wegweisende Konzepte.

Dabei stehen sie immer wieder vor demselben Problem: Wie lassen sich nie hinterfragte Konventionen und verkrustete Strukturen aufbrechen, um den Blick auf neue Lösungen zu öffnen? Dieses Problem taucht in fast allen Bereichen des gesellschaftlichen und politischen Lebens auf und erweist sich meist als unüberwindbare Hürde. Aber erstaunlicherweise nicht im Bereich der Altenpflege. Denn hier werden Pioniere selten alleine gelassen: In keiner Branche begegnet einem so ein starkes Wir-Gefühl, diese Erfahrung hat die Autorin Sophie Rosentreter gemacht. Wissen wird ohne Angst vor Nachahmern oder Neidern weitergegeben, es werden Hände gereicht, selbst wenn die Ressourcen fast am Ende sind. So kann auch ein Netzwerk enstehen, das nicht nur alte Menschen auffängt, sondern auch diejenigen, die sich um sie kümmern.

Basierend auf dieser Erfahrung geht das Sachbuch “Komm her, wo soll ich hin?” das Thema Demenz deshalb einmal von einer ganz andere Seite an: Es beschreibt zwar den aktuellen Zustand, bietet aber auch Ausblicke in eine Zukunft, in der man mit Demenz anders umgeht als es heute üblich ist: Bislang hindert uns nämlich die mediale Horror-Inszenierung von Demenz daran, klar und unbefangen neu zu denken.

Die Autorin ist selbst ein Pionier im Bereich Demenz: Sie produziert Filme für Menschen mit Demenz und bietet jeweils zum Film interaktive Beschäftigung mit einem Anleitungsbuch, Fotokarten und einem Set mit Gegenständen zum Anfassen, Ertasten und Erkennen. Ihre interaktive Filmbeschäftigung hilft inzwischen vielen Menschen dabei, einen Weg in die Welt ihrer Angehörigen mit Demenz zu finden, und sie kommt in immer mehr Pflegeeinrichtungen, Tagesstätten und Betreuungsgruppen täglich zum Einsatz. Mit Sophie Rosentreter arbeite ich zusammen seit sie die Gründung ihrer Firma Ilses weite Welt 2010 vorbereitet hat.

Ich schreibe seit vielen Jahren schon über Altenpflege und Demenz, und wir beide haben zu diesen Themen die gleichen Ideen, Wünsche, Ansichten und Visionen.  Als der Westend Verlag in Frankfurt Sophie Rosentreter letztes Jahr bat, ein Buch darüber zu schreiben, warum Menschen mit Demenz in die Mitte unserer Gesellschaft gehören, war deshalb auch schnell klar: Das schreiben wir zusammen. Und jetzt ist es fertig. Den Titel zum Buch gab die Bewohnerin eines Heims, in dem Sophie Rosentreter ihre Filme testet. Die Frau fragte sie einmal ebenso hilflos wie drängend: “Komm her, wo soll ich hin?” und beschrieb damit treffend den Zustand, in dem sich Menschen mit Demenz befinden können: Sie brauchen uns, damit sie ihren Platz finden.

Komm her, wo soll ich hin?” ist ab 14. Mai 2012 im Buchhandel erhältlich.

 

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